[ FWI - Baum ]

Sie befinden sich hier:

[ Nix ]

> Startseite > Archiv > Argumente Kontra newPark

Argumente Kontra newPark

Die FWI hat zusammen mit den regionalen Umweltverbänden* und lokalen Wählergemeinschaften*, die Pläne zur Industrialisierung des Lippetals, den newPark, seit Jahrzehnten kritisch begleitet und möchte die wichtigsten, in den verschiedensten Veröffentlichungen dargelegten Argumente kontra newPark, hier noch einmal zusammenfassen:

  • Es besteht nach wie vor kein Bedarf an großflächigen Industrieflächen im nördlichen Ruhrgebiet. Kein Investor hat jemals in den vergangenen zwanzig Jahren Interesse an einer Ansiedlung im Lippetal geäußert, obwohl vielen Unternehmen dieses Gebiet angeboten wurde. In den letzten Jahren ist keine einzige große Industrieansiedlung in NRW bekannt geworden.
  • Die Fläche ist denkbar ungeeignet für die Ansiedlung von Gewerbe oder Industrie, sie verfügt weder über einen Anschluss an das Kanalnetz, noch an Schiene oder Straße. Die in den newPark-Plänen aufgeführte B474n ist noch nicht einmal in der Planfeststellung.
  • Wegen fehlender Vermarktungschancen wird im Falle einer Entwicklung der Fläche eine kleinflächige Vermarktung angestrebt werden müssen, auch die avisierten Branchenbeschränkungen wären dann hinfällig. Kleinteiligen Industrie-, Gewerbe- oder Logistikflächen hat die Region zur Genüge. newPark würde in Konkurrenz zu vielen Flächen stehen, die zum Teil mit erheblichen Landesmitteln entwickelt wurden.
  • Das Lippetal ist als FFH-Gebiet (zusammenhängendes besonders schützenswertes Naturschutzgebiet von europäischen Rang - nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) ausgewiesen. Die mit dem newPark verbundenen Eingriffe in das Gebiet sind umweltrechtlich nicht zulässig.
  • Der Region sollte unserer Ansicht nach vielmehr die Chance eröffnet werden, neue und nachhaltige Wege der wirtschaftlichen Entwicklung zu beschreiten, anstatt weiter auf die Großindustrie fixiert zu sein.
  • Anders als von newPark-Vertretern dargestellt ist die Fläche gerade nicht für Industrieansiedlungen geeignet. Sämtliche Infrastruktur inklusive einer Straßenanbindung "auf der grünen Wiese" müsste neu errichtet werden. Mit Kosten in deutlich dreistelliger Millionenhöhe würde das Projekt zum Millionengrab. Infrastruktur, die auf den zahlreichen Brachflächen im Ruhrgebiet bereits mit reichlich Steuergeldern errichtet wurde oder weitaus kostengünstiger errichtet werden könnte, würde durch den newPark "kannibalisiert". Es ist dem Bürger nicht zuzumuten, mit seinem Steuergeld ausgerechnet den ökologisch und ökonomisch teuersten Standort auf der grünen Wiese zu entwickeln.
    Die Bürger sollen zudem über die Abwassergebühren die Erschließung des newParks hinsichtlich der Abwasseranlagen in Höhe von ca. 14 Mio. € mitfinanzieren.
  • Die hohe Vorbelastung der Umwelt im Gebiet des newPark auf der Planungsebene lässt keine neuen Industriegebiete mehr zu. Das zeigt sich insbesondere am Beispiel der beiden Kraftwerke E.ON Datteln IV und Trianel Lünen, deren Genehmigungen nur unter massiven Verstößen gegen europäisches Umweltschutzrecht erteilt wurden und die aus diesem Grund von den Gerichten wieder einkassiert wurden. Ein Realisierungsversuch des newPark würde mit hoher Wahrscheinlichkeit gut begründbare Klagen zu erwarten haben und am Ende zu neuen Investitionsruinen führen.
  • Vernünftiges Wirtschaften mit Steuergeld und verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt sieht anders aus. Stattdessen werden angeblich zu schaffende 10.000 Arbeitsplätze als Totschlagargument benutzt. Dabei wird unterschlagen, dass in jedem neuen Gewerbe- und Industriegebiet ein großer Anteil der sogenannten neuen Arbeitsplätze den Standort lediglich wechseln würde. Vernünftiges Wirtschaften bedeute auch, Gewerbe- und Industrieansiedlungen dort vorzunehmen, wo diese am kostengünstigsten erreicht werden könnten. Das sind die Brachflächen, die sich in derNähe bereits einmal bezahlter Infrastruktur befinden oder schon erschlossen sind.

Dem Resümee vom BUND, Dr. Krämerkämper, ist nichts hinzuzufügen:

"Der newPark ist ökonomischer und ökologischer Unsinn."

* Beteiligte/Quellen: Aktionskreis newPark / B474n, Waltroper Aufbruch, Wählergemeinschaft Die Grünen Datteln, Freie Wähler Initiative Castrop-Rauxel, Unabhängige Wählergemeinschaft Selm e.V., Die Wählergemeinschaft Grünen Marl, BUND NRW.

Weitere Informationen:

Brief des Aktionsbündnisses newPark/B474 an Ministerpräsidentin H. Kraft [ .pdf 48 KB ]
Vortrag von Dr. Krämerkämper (BUND) "Industriegebiet Rieselfelder im Lippetal?" [ .pdf 19 MB ]
Positionspapier von W. Stach zur Industrialisierung der Rieselfelder (New Park)[ .pdf 110 kB ]

[ Nix ]
[ FWI - Castrop Rauxel: Kommunalpolitik mit den Bürgern für die Bürger ]
Kontakt
 
Geschäftsstelle:
Freie Wähler Initiative
Ickerner Straße 10
44581 Castrop-Rauxel
 
Telefon/Fax:
02305 542569
 
E-Mail:
 
Geschäftszeiten:
Montags 18:00 bis 19:30 Uhr
und nach Vereinbarung
 
[ FWI - unabhängig, sachorientiert, unbequem ]

↑ Zum Seitenanfang ↑

 RSS 2.0

© FWI Castrop-Rauxel