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FWI - Pressemitteilung 07.02.2013

Von der Bezirksregierung noch immer nicht genehmigte Sekundarschulen stolpern in die Anmeldephase

Wenn man die städtische Broschüre "Sekundarschulen Castrop-Rauxel" mit den bei der Bezirksregierung eingereichten pädagogischen Konzepten vergleicht, entdeckt man Ungenauigkeiten. Während die Broschüre den Eindruck erweckt, dass die Konzepte beider Schulen übereinstimmen, findet man in den Konzepten gravierende Unterschiede.

Beispielsweise wird in der 5. Klasse im Norden zusätzlich zu den regulären Fächern in einem Profilschwerpunkt unterrichtet, der entweder naturwissenschaftlich oder musisch ausgerichtet ist und von der 6. bis zur 10. Klasse zu belegen ist. Einen solchen Profilschwerpunkt gibt es in der Sekundarschule Süd nicht!

Während im Norden die Sprachenfolge Englisch / Französisch und dann Türkisch / Latein ist, soll die Abfolge im Süden Englisch / Französisch und Spanisch / Latein sein. Hier wird deutlich, dass man mit der zweiten Fremdsprache Türkisch nicht in den Süden und mit der zweiten Fremdsprache Spanisch nicht in den Norden wechseln kann.

Im Süden wird vom 7.bis zum 10. Schuljahr nach Neigung differenziert. Schwerpunkte sind: Fremdsprachen oder Naturwissenschaften oder Sozialwissenschaften oder Kunst/Musik. Eine Leistungsdifferenzierung ist zwar nicht vorgesehen, aber möglicherweise könnte sich die Schulkonferenz auch für ein Modell mit Grund- und Erweiterungskursen in den Klassen 9 und 10 entscheiden, während im Norden beruflich oder schulisch orientierte Klassen gebildet werden sollen.

An dieser Stelle wird deutlich, dass es landesweit wegen der nicht vorhandenen Richtlinien die Schulform "Sekundarschule" nicht gibt, sondern jede einzelne Sekundarschule ein individueller Schulversuch ist.
Daher hält die FWI das Ansinnen des Bürgermeisters, bei einer zu geringen Anmeldezahl für die einzelnen Standorte die Anmeldungen in einen Topf zu werfen, um wenigsten eine Sekundarschule (Süd oder Nord?) gründen zu können, rechtlich für bedenklich und fordert vom Bürgermeister vor dem Anmeldetermin die Angabe des dann zum Zuge kommenden Standortes und welches pädagogisches Konzept dann Anwendung findet. Anmeldevoraussetzung für die gewünschte Sekundarschule darf es nicht sein sich automatisch auch für die andere Sekundarschule entscheiden zu müssen.
Fragen zur Möglichkeit eines Wechsels während der Schulzeit an einer Sekundarschule zu anderen Schulen bleiben bisher unbeantwortet. Ist dies überhaupt problemlos möglich?
Wie uns die Bezirksregierung Münster mitteilte, ist zudem das Genehmigungsverfahren für beide Sekundarschulen kurz vor Beginn des Anmeldeverfahren noch gar nicht abgeschlossen!

Die mit Hast gefällte politische Entscheidung zur Einführung der neuen Schulform Sekundarschule in unserer Stadt überfordern wegen der vielen Unwägbarkeiten u.E. derzeit alle Beteiligten. Derartige Umstrukturierungen brauchen ausreichend Zeit zur Einführung und verlässliche, abgestimmte Konzepte die bei den Eltern Vertrauen schaffen. Die "Vision" von einer neuen, besseren Schulform, viele Versprechungen und Hypothesen reichen allein nicht, auch wenn diese insbesondere von rot/grün und dem Bürgermeister mit ideologischer Vehemenz propagiert werden.

Für die FWI
Manfred Postel, Hermann Bohle

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