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FWI - Pressemitteilung 08.05.2012

Keine überhastete Einführung von Sekundarschulen -
Konzept der Realschulen eine Chance geben

Bevor politische Entscheidungen getroffen werden, sind seitens der Befürworter von SPD/Grüne/CDU noch einige entscheidende Fragen zur Sekundarschule zu beantworten:

  • Ist die Klassenfrequenz, die mit mindestens 25 pro Klasse angegeben ist, nach oben begrenzt und wenn ja, mit welcher Grenze?
  • Wie wird das Problem der Inklusion in der Sekundarschule angegangen?
  • Wenn ab der 7. Klasse integriert unterrichtet wird, die Kinder also "länger gemeinsam lernen", wird dann die Wahldifferenzierung, die in den anderen Schulformen durchgeführt wird, aufgegeben?
  • Aus der Sekundarschule kann nicht "abgeschult" werden, da es keine Schulform unter ihr gibt. Was passiert mit den Kindern, die aus welchen Gründen auch immer, gerade in der Pubertät, zu Schulverweigerern werden. Gibt es für diese Kinder eine Einzelförderung oder landen sie ohne Abschluss in den Bildungsmaßnahmen der VHS?
  • Stehen im Haushalt 2012 und 2013 die Mittel zur Verfügung, die zur Umsetzung der Vorstellung Sekundarschule (Lehrerausbildung/Unterrichtsmaterialien zum integrativen Unterricht etc.) zur Verfügung?
  • Zur Genehmigung der Einrichtung ist ein behördlicher Anforderungskatalog abzuarbeiten. Was passiert, wenn nicht alle Anforderungen erfüllt werden, z.B. eine Schulkonferenz die Zustimmung zur Auflösung/Umwandlung verweigert?

FWI-Pressemitteilung 22.03.2012: Entscheidung für Sekundarschulen verschieben, Schulform Realschule in unserer Stadt erhalten
Leitfaden des Schulministeriums zur Gründung von Sekundarschulen [ .pdf ]

Auszug: Zu den Antragsunterlagen gehören insbesondere die Beschlussfassung des Rates der Stadt/Gemeinde zur Errichtung der Schule, das Ergebnis der Bedürfnisprüfung, das Ergebnis der interkommunalen Abstimmung, eine anlassbezogene Schulentwicklungsplanung der Kommune, die Vorlage mindestens einer Vereinbarung zur verbindlichen Kooperation mit einer Schule, die den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ermöglicht, die Schulkonferenzbeschlüsse der Schulen, deren schrittweise Auflösung ggf. geplant ist sowie Aussagen zu baulichen Voraussetzungen für die zu errichtende Schule.

Folgt man diesem Leitfaden auch in Castrop-Rauxel? Bisher gibt es keine Informationen seitens der Verwaltung, ob und wie die vorgegebenen Schritte eingeleitet bzw. abgearbeitet werden/wurden, obwohl ein Beschluss noch vor den Sommerferien gefällt werden soll. Die letzte Sitzung des zuständigen Ausschuss -B2- wurde übrigens wegen mangelnder Beratungspunkte abgesagt.
Die Eltern befürchten, dass durch die vollständige Abschaffung beider Realschulen und deren Ersatz durch Sekundarschulen ein pädagogisches und ideologisches Experiment mit ungewissem Ausgang gestartet wird, da es bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Vorteile der Sekundarschule gibt. Sie bemängeln, dass die bisherige hervorragende Bildungsarbeit der Realschulen zerstört wird und verstehen wie auch die FWI die Eile nicht.
Außer dem politischen Wunsch nach Sekundarschulen kann die FWI derzeitig dem Wunsch nach Sekundarschulen keinesfalls als "Elternwille" ausmachen. Zudem muss die Stadt bei einer derart einschneidenden Maßnahme wie der Einführung von zwei Sekundarschulen unter Auflösung der Real- und Hauptschulen den "regionalen Konsens" herstellen, also das Einvernehmen mit den umliegenden Städten und Gemeinden suchen. Denn die Anzahl der Castrop-Rauxeler Kinder die derzeit schon z.B. an der Realschule Waltrop angemeldet werden nimmt zu. Ein weiteres "abwandern" von Schülern in Nachbarstädte an Schulformen die es dann bei uns nicht mehr geben soll, kann seitens der Politik jedoch nicht gewollt sein.

Manfred Postel, Hermann Bohle

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