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FWI - Pressemitteilung 14.04.2011

Schulentwicklungsplanung:
SPD, CDU und Verwaltung gefährden mit vorschnellen Ankündigungen und Aussagen zur Schulentwicklung den Schulfrieden!

Es ist Auffassung der FWI, dass folgende Sachverhalte/Argumente die gegen eine schnelle Entscheidung zur Schließung oder Zusammenlegung von Schulen sprechen überhaupt erst noch diskutiert und gewürdigt werden müssen:

  1. Landespolitik - Hier gibt es Initiativen/Anträge der verschiedenen Parteien im Landtag: Senkung der vorgeschriebenen Klassenstärken - Senkung der Klassenfrequenzen, Inklusionsschulen und Klassen an verschiedenen Schulformen, zu Schuleinzugsbezirken, zu Verbundschulen.
  2. Schließung von Grundschulen bedeutet kutschieren der Kleinsten durch die Stadt was mit der Frage nach den Kosten sowie der Sicherheit verbunden ist und ob es nicht einfacher ist, dann lieber die Lehrer fahren zu lassen.
  3. Zumindest ist die Grundschule immer auch eine Stadteilschule mit entsprechender Identifikation, sozialer Treffpunkt etc. und damit Teil der sozialen Infrastruktur am Wohnort der Bürger. D.h. aber auch dass die Schulen eine wichtige Komponente der zukünftigen Stadt(-teil)entwicklung darstellen. Neu ausgewiesene Wohngebiete und geplante Bebauungen sind zu berücksichtigen (gem. neuem Flächennutzungsplan). Die Entscheidung von jungen Familien für oder gegen den Erwerb oder die Anmietung eines Hauses oder einer Wohnung in Castrop-Rauxel wird auch dadurch beeinflusst in welcher Entfernung sich insbesondere die Grundschulen befinden.
  4. Die uns vorgelegten Prognosen zu den Schülerzahlen waren bisher immer fehlerhaft - wenn z.B. die derzeitig vorgegebenen Klassenfrequenzen gesenkt werden (siehe 1.) sind die Aussagen des SEP Gutachtens zu überarbeiten. Auf dieser Grundlage jetzt schon Schulschließungen in den einzelnen Stadtteilen anzukündigen bedeutet im Endeffekt die demografische Entwicklung dort zu beschleunigen. Welche Familien mit Kindern bauen oder ziehen in einen Stadtteil ohne Grundschule? Welche Familien melden ihre Kinder noch an den von Schließungen bedrohten Schulen an? Wir sollten politisch darauf hin arbeiten, dass die (Demografie-) Prognosen nicht eintreffen und uns nicht im Sinne einer "selbsterfüllenden Prophezeiung" (*) verhalten.

Die sich abzeichnenden Entwicklungen auf Landesebene müssen abgewartet werden. Diese aufgezeigten Unwägbarkeiten haben sowohl einzeln als auch in Summe Auswirkungen auf den uns vorliegenden Schulentwicklungsplan und die daraus abzuleitenden Maßnahmen. Die bevorstehenden Veränderungen der Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden, bevor irgendwelche Veränderungsprozesse, vorgeschlagen, propagiert oder eingeleitet werden, da viele Entscheidungen voneinander abhängen, bzw. sich gegenseitig beeinflussen.

Wir halten auch die bisher von der CDU vorgeschlagenen Maßnahmen für kontraproduktiv den Schulfrieden in Castrop-Rauxel zum jetzigen Zeitpunkt zu sichern wie auch den Vorstoß des SPD OV Ickern zu der Einführung einer Gemeinschaftsschule. Denn alles, wirklich alles was von der Verwaltung der SPD und der CDU bisher vorgeschlagen wurde ist hinfällig, wenn die Landespolitik andere Vorgaben (s.o.) beschließt.

Manfred Postel
(FWI-Fraktionsvorsitzender)


(*) Die sich selbsterfüllende Prophezeiung (engl. self-fulfilling prophecy) ist eine Vorhersage, die sich deshalb erfüllt, weil derjenige oder diejenigen, die an die Prophezeiung glauben, sich - meist unbewusst - aufgrund der Prophezeiung so verhalten, dass sie sich erfüllt.

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