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FWI - Pressemitteilung 23.02.2012

Kooperation FRIDTJOF-NANSEN-REALSCHULE/Berufskolleg
Auf dem richtigen Weg zur ersten Sekundarschule in Castrop-Rauxel?

Es ist richtig, dass mindestens eine Vereinbarung zur verbindlichen Kooperation mit einer Schule, die den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ermöglicht, Voraussetzung für die Gründung einer Sekundarschule ist. Aber dies ist bei Weitem nicht die einzige Bedingung. Das Schulministerium schreibt weitere Erfordernisse fest:

  • Beschluss des Rates
  • Eine sogenannte Bedürfnisprüfung und ggf. eine interkommunale Abstimmung
  • Schulkonferenzbeschlüsse der Schulen deren schrittweise Auflösung ggf. geplant ist
  • Aussagen zu den räumlichen Voraussetzungen
  • Aussagen zur geplanten Zügigkeit und zur Organisationsform der geplanten Sekundarschule (integriert, teilintegriert oder kooperativ)
  • Aussagen zur Umsetzung von schulorganisatorischen Maßnahmen, wenn Teilstandorte geplant sind

Die Schulleitungen der beiden Kooperationspartner FNR und Berufskolleg entscheiden also keinesfalls autonom auf den Weg hin zu einer ersten Sekundarschule in Castrop-Rauxel, es fehlen dazu noch maßgebliche Beschlüsse und Aussagen. Die Motivation der beiden Kooperationspartner sich vorab als Wegbereiter einer Sekundarschule ohne die o.g. Erfordernisse und Beteiligungen, insbesondere der Mitbestimmungsorgane zu beachten, bleibt im Dunkeln. Es sei denn, im Hintergrund sind bereits Absprachen mit rot/grün, der CDU und der Verwaltung getroffen worden. Dies würde aber bedeuten, dass eine transparente, ergebnisoffene Diskussion zum Thema Sekundarschule mit allen Beteiligten, insbesondere unter Berücksichtigung des Elternwillens, schon jetzt ad absurdum geführt wird. Das Ergebnis der durchgeführten Elternbefragung zur Sekundarschule legitimiert aber auf keinen Fall ein derartiges manipulatorisches Vorgehen - im Gegenteil.

Der Realschullehrerverband NRW warnt u.a. vor einer "Einheitsschule durch die Hintertür" und der Orientierung der Kommunen eher an den finanziellen Vorteilen einer integrierten Sekundarschule (die signifikant mehr Geld bekommen als differenzierte Systeme) als an den pädagogischen. "Und so werden reihenweise hervorragend funktionierende Realschulen ohne triftige Sachgrundlage geschlossen" und "darüber hinaus werden Schulleiter, die mit ihren Realschulen um den Erhalt kämpfen, vom Schulträger oder auch von der zuständigen Bezirksregierung unter Androhung disziplinarischer Konsequenzen zum Stillschweigen verdonnert" führt der Verband an.

Es sieht auch in unserer Stadt so aus, als sei das Ende der Real- und Hauptschulen jetzt schon beschlossene Sache, nur an dem Punkt, wie man es den Bürgern/Wählern möglichst positiv verkauft, arbeitet die Großkoalition aus SPD, Grüne und CDU noch, obwohl das SEP Gutachten den beiden Realschulen eigentlich eine solide Zukunft in unserer Stadt bis ins Jahr 2021 testiert.

Hermann Bohle, Manfred Postel

Weitere Informationen:

Pressemeldung des Realschullehrerverbandes NRW vom 21.12.2011

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