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FWI - Pressemitteilung 24.01.2012

Schulentwicklung darf nicht zum Schulchaos führen!
Sekundarschulen, integrierte Gesamtschulen - der Tod von Haupt- und Realschulen in unserer Stadt?

Bei der derzeitig nicht öffentlichen Diskussion um die weiterführenden Schulen und die Einführung der neuen Schulform Sekundarschule befürchten wir, dass die Haupt- und Realschulen auf der Strecke bleiben trotz sehr guter Leistungsbilanzen und einer ungeschmälerten Nachfrage durch die Eltern. Es sieht so aus, dass diese mit dem Schulkompromiss auf Landesebene nun auch in Castrop-Rauxel "zu Grabe getragen werden". U.E. würde insbesondere durch die Schließung der Schulform Realschule eine sehr gut funktionierende Einrichtung zugunsten einer bislang nicht ausreichend getesteten Schulform Sekundarschule geopfert. Die Realschulen werden so zum "Bauernopfer" der neuen Schulform Sekundarschule. Bei allen Argumentationen von rot/grün und der Verwaltung zieht man sonst immer die Aussage des SEP Gutachters Schober zu Rate, der in seinem Gutachten zu den Realschulen folgendes vorschlägt:

"Für die Stadt Castrop-Rauxel wird jedoch vorgeschlagen, die zukünftige Schulentwicklung auf dem Erhalt der bestehenden Realschulangebote aufzubauen und in der sich abzeichnenden Entwicklung - nicht zuletzt auch in Anbetracht der Freigabe des Elternwillens - flächendeckend schulorganisatorisch auf die historisch angelegte Absorptionskraft (Aufnahmekraft) der Realschule zu vertrauen. Vieles spricht dafür, dass sich auch in der Stadt Castrop-Rauxel die Schulform Realschule gegenwärtig einer steigenden Wertschätzung von Seiten der Eltern sicher sein kann."

"Was aus den Realschulen wird, entscheiden die Kommunen" so Ministerin Löhrmann (Grüne). Aber dieser Entscheidung sollte in Castrop-Rauxel ein transparentes, öffentliches Verfahren mit intensiver Bürgerbeteiligung, das nicht den Elternwillen vorab aushebelt, vorangehen. Eine wie bei den Grundschulentscheidungen stark vom rot/grün gewünschten Ergebnis geprägten und dahingehenden manipulierten Verfahrensweise der Verwaltung, die Einfluss auf die Anmeldezahlen hat, kann und darf politisch nicht toleriert werden.
Viele Teilnehmer der bisherigen nichtöffentlichen Veranstaltungen zur Zukunft der weiterführenden Schulen sagen uns, dass das Ergebnis des angeblich offenen Verfahrens wohl schon feststeht. Es geht wohl hin zu 2 neuen Sekundarschulen eine im Norden und eine im Süden unter Auflösung beider Haupt- und Realschulen und dies wird als "alternativlos" dargestellt. Ins Spiel gebracht wird außerdem die Schulform "integrierte Gesamtschule" das ist eine Gesamtschule in die eine Sekundarschule integriert ist. In Berlin existiert diese Schulform bereits in NRW noch nicht und diese ist auch bisher nicht im Rahmen des Schulkompromisses zwischen rot/grün und CDU beschlossen worden, geschweige denn gibt es detaillierte Informationen dazu. Es sieht so aus, dass rot/grün und Verwaltung sehr schnell nur noch zwei weiterführende Schulformen, die integrierte Gesamtschule und das Gymnasium für unsere Stadt wollen. Das ist ein radikaler Umbruch des bisher gegliederten und durchlässigen Systems.
U.E. wird es Zeit die Diskussion nun schnell öffentlich zu führen, denn die Verwirrung bei den Eltern ist jetzt schon groß und die Anmeldetermine zu den weiterführenden Schulen stehen fest.
Eine Zusage seitens Politik und Verwaltung, dass alle Kinder ihren Abschluss in der Schulform machen können, zu der sie jetzt angemeldet werden, ist notwendig um das weitere Verfahren fair zu gestalten.

Hermann Bohle, Manfred Postel

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