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FWI - Stellungnahme 29.06.2017

Stellungnahme der FWI zur Schließung von Sparkassenfilialen

"Nähe ist unsere Stärke", war mal ein Werbeslogan der Sparkasse und deswegen ist sie bei den BürgerInnen die Bank ihrer Wahl geblieben. Alle Sparkassen erfüllen Aufgaben im öffentlichen Interesse und sind auch dem Gemeinwohl verpflichtet. Die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse Vest, der von Politikern der beteiligten Kreisstädte und deren BürgermeisterIn besetzt ist, beschlossene Schließung von drei Filialen entspricht nicht dem selbstgegebenen Anspruch. Die Sparkasse Vest begründete in der Vergangenheit dergleichen Vorgänge mit der allgemeinen Geschäftslage der Banken bei Niedrigzinsen und zurückgehenden Kunden im Direktgeschäft der Filialen. Schaut man sich jedoch die Bilanzen der letzten Jahre an so strotzt Sie vor (Finanz-)Kraft. Die vorgegebene Eigenkapitalquoten werden übererfüllt alle neuen europäischen Vorgaben und die Rücklagen sind mehr als ausreichend um die Führungsposition im Wettbewerb zu halten.

Die Höhe der Tantiemen von Vorstand und Aufsichtsrat der Sparkasse Vest wurden erst vor kurzem "durchleuchtet" und bundesweit verglichen. Dass bei den üppigen Gehältern und Aufwandsentschädigungen der Gremien eine Spitzenposition im so armen Ruhrgebiet erzielt wurde berichteten Presse, Funk und Fernsehen. Einsparungen beim Vorstand gab es nicht – im Gegenteil man besetzte die 4 Vorstandposten immer wieder neu (gleichgroße Sparkassen kommen mit 2 - 3 Vorständen aus) und die letzten Erhöhungen der Vorstandsgehälter fielen prozentual meist zweistellig aus. Für die Gremien und die 4 Vorstandsgehälter (>2 Mio. €) allein kommen so bald 3 Mio. €/a zusammen. Für den Neubau und die Sanierung des "Glaspalastes" der Hauptstelle in Recklinghausen wurden allein rund 28 Mio. € aufgewendet.

Deshalb ist nicht vermittelbar, wieso die Sparkasse Vest als Körperschaft des öffentlichen Rechts derart gravierende Einschnitte in das Filialnetz, insbesondere zu Lasten älterer, treuer Kunden beschlossen hat.

Die FWI hat erst heute aus der Presse über den Schließungsbeschluss erfahren und die Entscheidung soll heute im Nachhinein in einem interfraktionellen Gespräch den Fraktionsvorsitzenden erläutert werden. Uns verwundert, dass keine Reaktion anderer Ratsmitglieder erfolgte insofern, da der Verwaltungsrat schon einstimmig "ja" zu den Schließungen gesagt hat, indem die großen Fraktionen von SPD und CDU und der Bürgermeister im Gegensatz zur FWI direkt vertreten sind. Aus diesem heraus hätten wir uns vorab bereits Informationen, kritische Töne, ja Widerstand gewünscht und eine Beratung zu solch drastischen Schritten im Rat wäre vorab angesagt gewesen.

Die Sparkasse Vest sollte ihr o.g. Motto nicht zu den Akten legen, denn den KundInnen ist ihre Präsenz bisher noch etwas wert. Deswegen sollte die Sparkasse die Menschen auch vorher in die Pläne einweihen und vor Entscheidungen deren „Treue“ mit in die Waagschale legen. Gewinnerzielung um jeden Preis sollte nicht das Motto einer dem Gemeinwohl verpflichteten Einrichtung sein, die von den Städten – also den BürgerInnen - getragen wird.

Manfred Postel
FWI-Fraktionsvorsitzender

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