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Gedanken zum Jahreswechsel 2020/2021

von Harald Piehl, 1. Vorsitzender der FWI

Das alte Jahr endete mit Corona und das neue Jahr beginnt mit Corona.
Viel haben wir diesbezüglich bisher durchgemacht und durchgestanden.
Mit der Aussicht auf Impfung und vielleicht auch auf Herdenimmunität hoffe ich auf ein besseres neues Jahr.
Bei allem Leid der Erkrankten oder noch schlimmer der Hinterbliebenen von an Corona Verstorbenen haben wir es mit unsäglichen Themen zu tun.
So habe ich z.B. kein Verständnis für "Maskenverweigerer" und schon gar nicht für die Leugner einer Pandemie. Alle denen, die so etwas verbreiten, würde ich wünschen, sie wären mal einen Tag auf einer Intensivstation und würden erleben, was dort passiert - Nach den Coronaleugnern liegen dort in großer Anzahl nur "Simulanten".
Verständnislos bin ich auch gegenüber den Unsinn-Rednern, die sich über Freiheitsberaubung und alle möglichen Verschwörungstheorien auslassen.
Winterberg-Ausflügler sind auch ein Thema, über das ich nur meinen Kopf schütteln kann. Ein jeder von denen hat eine Begründung, warum das völlig in Ordnung ist.
Nun ja, anscheinend bastelt sich ein Jeder so seine Rechtfertigung für sein eigenes Verhalten. Kassiererinnen verzweifeln über immer wieder eintretende Kunden, die immer noch glauben, keine Masken tragen zu müssen. Beim Einkauf konnte ich das miterleben und die Kassiererin erklärte mir, dass sie daran verzweifelt, immer wieder erneut auf die Vorschriften hinweisen zu müssen.
Dann gibt es noch die "Besserwisser" die beklagen, dass die verantwortlichen Politiker nicht genug Impfstoffe eingekauft hatten.
Nicht bedacht wurde bei derartigen Vorwürfen, dass wir politisch abgesprochen hatten, dass wir in Abstimmung mit der EU gemeinschaftlich handeln. Außerdem sind auch die Firmen an ihre Produktionsgrenzen gestoßen und konnten nicht unendlich viel Impfstoff mit einem Schlag produzieren - aber was stört das den Besserwissern?
Außerdem frage ich mich, was hätten die "Besserwisser" gesagt, wenn man für Millionen von Euros Impfstoff eingekauft hätte und dieser dann nicht die Marktreife bzw. Zulassung erhalten hätte?
Am Ende diskutiert Deutschland über die Reihenfolge der Impfungen ...
Insgesamt und abschließend zu diesem Thema möchte ich sagen, dass ich es leid bin, mir die ganzen Thesen und das Besserwissen von den "Überschlauen" anzuhören.

Dann hat uns ja auch noch die unglaubliche Zuspitzung in der amerikanischen Politik beschäftigt. Die Vorgänge mit der Stürmung des Kapitols haben uns alle berührt.
Der Volksverhetzer Trump hat fünf Menschen auf dem Gewissen und man fragt sich, wie kann es sein, dass ein Volk mit 50% seiner Stimmen hinter einem solchen Narzissten steht. Glücklicherweise sind die Tage von Donald Trump bis zum letzten Akt - Amtseinführung von Joe Biden - gezählt. Wünschen würde ich mir, dass noch ein Impeachmentverfahren erfolgreich durchgeführt werden könnte. Das tolle daran wäre, dass es Donald Trump danach unmöglich gemacht werden könnte, jemals wieder ein politisches Amt zu übernehmen. Was die Menschheit mit Trump erlebt hat, macht mal wieder deutlich, dass alles möglich ist, auch in einem zivilisierten und demokratischen Staat wie die USA.
Meine Hochachtung hat der Vizepräsident Mike Pence erworben, der im Telefonat mit Trump und dessen Anwälten dem Drängen von Trump auf Nichtanerkenntnis von Wahlergebnissen Stand gehalten hat und den Forderungen des Präsidenten nicht nachgekommen ist - Chapeau!
Wie geht es mit und in Amerika weiter?
Wird es Biden gelingen Amerika zu versöhnen und zu vereinen?
Und was wird mit den unsäglichen Entscheidungen von Trump z.B. Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen, Kündigung des Atomdeals mit dem Iran, Austritt aus der WHO u.u.u.

Es gibt viel, was uns beschäftigt, viel, was uns ängstigt, und trotzdem gibt es auch immer wieder Hoffnung und Zuversicht. Dies gilt für die "große Politik" wie auch im kleinen Kreis des persönlichen Umfeldes.
Für 2021 wünschen wir uns wohl alle, dass wir die Pandemie gesundheitlich unbeschadet überstehen.
Wir denken mit Sorge und Mitgefühl an die besonders betroffenen Betriebe, Lokale und alle wirtschaftlich Betroffenen.
Klar ist uns bei allem Bemühen der Politik, dass nicht alle Betriebe die Coronakrise wirtschaftlich überstehen werden. Wir in Castrop-Rauxel, wissen wie sehr die Geschäftsleute in der Altstadt, an der Lange Straße und den anderen Einkaufszentren unserer Stadt auch schon vor der Pandemie um Erfolg und zum Teil auch ums Überleben kämpfen mussten. Auch die Mitarbeiter im Real will ich nicht vergessen, deren Zukunft auch noch im Ungewissen ist.

Die FWI, dessen Vorsitzender ich bin, beschäftigt sich politisch ausschließlich um Castrop-Rauxel. Wir führen unseren Slogan "100% CAS" deswegen auch voller Stolz.
Wir haben keine Rücksicht auf etwaige "schlechte" Landes- oder Bundespolitik zu nehmen. Wir können frei und unabhängig von übergeordneten Interessen artikulieren und unsere Anträge in den Ausschüssen und im Rat stellen und uns frei für oder auch gegen Anträge anderer Fraktionen positionieren.
Wir schätzen diese Freiheit sehr und würden uns wünschen, dass die Bürger unserer Stadt diese Unabhängigkeit erkennen und auch schätzen.
Wir werden bis zur Bundestagswahl im September von den sogenannten etablierten Parteien kommunalpolitisch erleben, dass Anträge und sonstige Beiträge gesteuert von der anstehenden Bundestagswahl vorgebracht werden. Hier erwarte ich wieder in zunehmendem Maße sogenannte "Schaufensteranträge". Dies sind Anträge, die nur gestellt werden, um sich politisch zu zeigen und damit darüber in der Öffentlichkeit gesprochen wird, wobei eine Ablehnung des Antrages oftmals schon im Vorfeld mit einkalkuliert wird.

Unser Wahlergebnis Ende 2020 hat uns enttäuscht.
Wir waren der Meinung, uns gut für die Interessen der Bürger eingesetzt zu haben und haben auf eine entsprechende Anerkennung gehofft.
Diese Anerkennung haben wir zumindest nicht im erhofften Umfang erhalten.
Aus 4 Ratssitzen sind für die kommende Ratsperiode nur noch 2 übrig geblieben.
Dies bedeutet, dass sich die Arbeit um Vorlagen, Ratsanträgen, politische Meinungsbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung der Sozialen Netze, in denen wir erstmals 2020 aktiv wurden, um auch die Jüngeren ansprechen zu können, sich nun auf 50% der Rats-Verantwortlichen konzentriert.
Wir werden in unser Bemühen um eine sachgerechte Vertretung unserer Bürgerschaft aber nicht nachlassen, im Gegenteil, wir haben uns vorgenommen, noch weiter offensiv politisch zu agieren.

Ich selber vollende auf eigenem Wunsch meine letzte Amtszeit als Vorsitzender der FWI. Altersbedingt werde ich dann ab dem Jahre 2022 politisch etwas kürzer treten, um etwas mehr Zeit für Familie und auch für mich persönlich zu haben.
Als Ratsmitglied werde ich die begonnene Amtszeit, soweit die Gesundheit mitspielt, mit Herzblut im Sinne der Bürger unserer Stadt absolvieren.
Die Geschichte beweist, dass alles unabhängig von Personen weitergeht.
In allem Ende steckt ein neuer Anfang.
Jeder Anfang bietet neue Chancen und Möglichkeiten.

Das Jahr 2020 ist zu Ende - das Jahr 2021 liegt noch überwiegend vor uns.
Lasst uns hoffen und daran glauben, dass uns ein gutes Jahr bevorsteht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr - bleiben Sie gesund!

Ihr

Harald Piehl

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