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"Schulentwicklung - Sekundarschulen - Dringlichkeitsentscheidung"

Redebeitrag von Hermann Bohle - Ratssitzung vom 15.11.2012

Der Ratsbeschluss vom 20.09.2012 regelte eindeutig das zukünftige Schulangebot in dieser Stadt. Die Koalition hätte sich mit ihrem Sekundarschulen Konzept durchgesetzt, wenn es da nicht das Bürgerbegehren zum Erhalt der FNR am jetzigen Standort gegeben hätte. Folgerichtig wurde in den Ratsbeschluss unter IV. 7 eine Ausstiegsklausel vereinbart, die einstimmig angenommen wurde mit dem Wortlaut: "Bleibt durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren bzw. die Ablehnung des Bürgerbegehrens durch den Rat der Stadt durch einen erfolgreichen Bürgerentscheid die Fridjof-Nansen-Realschule erhalten, erfolgt keine Errichtung der Sekundarschulen wie unter 1. und 2. beschrieben. Die Beschlüsse 3.-5. sind ebenfalls hinfällig."

Damit war die zukünftige Schullandschaft entweder durch zwei Sekundarschulen oder zwei Realschulen und einer Hauptschule festgelegt. Zwar war der Beschluss im ersten Teil nicht unbedingt in unserem Sinne, wir fanden ihn aber fair, weil

  1. die Bürgerinnen und Bürger selbst über die zukünftigen Schularten bestimmen konnten und
  2. mit diesem Beschluss den Eltern früh genug Planungssicherheit für die Schullaufbahn ihrer Kinder gegeben wurde.

Mit der Dringlichkeitsentscheidung fällt man jetzt in die Grube, die man sich mit dem so trickreich errechneten Bedarf für Sekundarschulen selber gegraben hat.

Nur haben sich mit dem Bürgerentscheid die Bedingungen zur Errichtung von Sekundarschulen dramatisch verschlechtert. War schon ohne die Konkurrenz der bestehenden Schulformen die Führung zweier Sekundarschulen über sechs Jahre hinaus nicht möglich, wird jetzt, mit der Konkurrenz der Realschulen, die Gründung zweier Schulen von Beginn an unmöglich, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt.

Bei den gängigen Übergangsquoten zu den weiterführenden Schulen bleiben 13/14 ca. 100 Kinder für die eine mögliche Sekundarschule. Wobei die Deckelung der Gesamtschule, die mit ca. 70 abgewiesenen Kindern in hohem Umfang diese Zahl stützt, nach unserer Ansicht nicht gerichtsfest ist. Kein Richter wird einen solchen Eingriff in das Elternrecht der Schulwahl akzeptieren, eine Gesamtschule zu schließen und gleichzeitig die andere zu deckeln. Für mich ist es schlicht widersinnig, auf der einen Seite den scheinbaren Elternwillen zu akzeptieren, und auf der anderen Seite den tatsächlichen Elternwillen zur Gesamtschule massiv zu negieren.

Ein Blick in die Zukunft, auf das Schuljahr 2019/20, zeigt dann die Unmöglichkeit, selbst die eine Sekundarschule weiterzuführen. Bei den erwähnten Übergangsquoten und der Deckelung der Gesamtschule bleiben für die Sekundarschule gerade mal 40 Kinder.

Wenn sie dem Dringlichkeitsantrag stattgeben, meine Damen und Herren, gehen wir sechs Jahre einen Weg in der Schulentwicklung, der geprägt ist von Unsicherheit, Unruhe, Probieren, Ärger und unsinnigen Kosten, um 19/20 an der Stelle anzukommen, an der wir heute schon mit der Ablehnung des Antrages stehen. Nur mit dem Unterschied, dass es keine Hauptschule mehr gibt.

Deswegen macht die FWI den Vorschlag, (stellt die FWI den Antrag)

  1. den Beschluss des Passus IV.7 vom 20.09.12 bestehen zu lassen
  2. die Deckelung der Gesamtschule ab sofort aufzuheben und die Willy Brandt Gesamtschule mit einer Dependance zu betreiben
  3. mit der Bezirksregierung zu verhandeln und aufzuzeigen, dass unter den geänderten Bedingungen und dem prognostizierten Schüleraufkommen eine Sekundarschule über einen Zeitraum von sechs Jahren nicht zu betreiben ist.

Die FWI wird nicht den ungewissen Weg in die Zukunft unserer Schulen gehen und lehnt daher auch konsequenter Weise den Beschlussvorschlag ab.

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