[ FWI - Baum ]

Sie befinden sich hier:

[ Nix ]

> Startseite > Klartext > Der "ehrliche" FDP-Bürgermeisterkandidat Grabowski

Klartext 13.08.2008

Der "ehrliche" FDP-Bürgermeisterkandidat Grabowski

Jetzt wissen wir es, der FDP-Bürgermeisterkandidat macht eine "ehrliche" Politik, wenn er den Bürgerinnen und Bürgern Ickerns den Bau der B474n zumutet, da "schließlich Castrop-Rauxel gar keine Einspruchsmöglichkeiten mehr (habe)". Ehrlich ist es also, wenn man zulässt, dass der Norden der Stadt von Autobahnen eingekreist wird, sich hinsetzt und mit den Händen im Schoß bedauert, keine Handhabe mehr gegen Planungen zu haben, die von der CDU-FDP Regierung in Düsseldorf gewollt sind. Natürlich haben sich Bürgerinnen und Bürger den Maßnahmen zu unterwerfen, die von den Oberen geplant werden. Natürlich hat er den Mund zu halten, wenn sein Lebensumfeld sich durch Straßenbau und riesige Stromtrassen enorm verschlechtert. Schließlich fehlt ihm jegliche Einsicht in überörtliche Zusammenhänge. (Die versteht nur der FDP-Politiker!)

Nein, Herr Grabowski, eine ehrliche Politik sieht anders aus, sie klärt den Menschen über Vor- und Nachteile geplanter Maßnahmen auf, versucht ihm zu verdeutlichen, warum die FDP für den Bau der Straße ist, macht ihm aber auch deutlich, welche Nachteile er zu tragen hat.

Als Argument weisen Sie auf die Industrialisierung der Rieselfelder hin, einer Idee, die stark an das vorherige Jahrhundert erinnert. In einer Zeit, in der Industriebetriebe (Nokia ist das bekannteste Beispiel der letzten Zeit) das Land ins europäische oder asiatische Ausland verlassen, wird sich kaum ein Großbetrieb in den Rieselfeldern niederlassen. (Erinnern Sie sich noch an die großspurigen Ankündigungen der Heidelberger Druck und von BMW???). Welchen Sinn macht es, eine Straße zu wollen, die ihr Ziel nie erreichen wird? Welchen Sinn macht es, eine Straße zu wollen, die als Umgehungsstraße für Waltrop verkauft wird, aber selbst von den Straßenplanern nicht als Umgehungsstraße angesehen wird?

Ein letztes Wort zu ihrer Forderung nach Fairness gegenüber den Nachbarkommunen. Was Fairness in der Politik bedeutet, zeigen die Nachbarkommunen Dortmund und Bochum mit Ihrer Bewerbung um den Gesundheitspark. Und auch die Stadt Waltrop ist mit uns nicht besonders fair verfahren. Lag doch der ursprünglich favorisierte und als relativ umweltverträglich klassifizieret Trassenvorschlag weit von unserer Stadtgrenze entfernt. Mittlerweile ist es der Waltroper Bürgermeisterin in einer Verhandlung mit Minister, Landrat und dem Bürgermeister von Datteln (der Bürgermeister unserer Stadt war nicht anwesend) offensichtlich gelungen, durch eine Verlagerung der Trasse in Richtung Ickern, die größten Nachteile für ihre Gemeinde abzuwehren. Die Nachteile, mehr Lärm, mehr Feinstaub, mehr Verkehr haben jetzt die Ickerner Bürgerinnen und Bürger und selbstverständlich die Menschen, die für den Trassenverlauf Haus und Hof aufgeben müssen, zu tragen.

Verehrter Herr Grabowski, Sie sollten sich als FDP-Bürgermeisterkandidat, anstatt so vor sich hinzuschwadronieren, mehr um die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger kümmern, deren Stimmen Sie bei der nächsten Kommunalwahl gewinnen wollen.

H. Bohle

[ Nix ]
[ FWI - Castrop Rauxel: Kommunalpolitik mit den Bürgern für die Bürger ]
Kontakt
 
Geschäftsstelle:
Freie Wähler Initiative
Ickerner Straße 10
44581 Castrop-Rauxel
 
Telefon/Fax:
02305 542569
 
E-Mail:
 
Geschäftszeiten:
Montags 18:00 bis 19:30 Uhr
und nach Vereinbarung
 
[ FWI - unabhängig, sachorientiert, unbequem ]

↑ Zum Seitenanfang ↑

 RSS 2.0

© FWI Castrop-Rauxel