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Klartext 27.03.2012

Wie ein Elefant im Porzellanladen ...

[ Elefant im Porzellanladen ] Sie hat aus ihren Fehlern nichts gelernt und trampelt weiter wie ein Elefant im Porzellanladen durch den Schulentwicklungsplan. Erst richtet sie ein Chaos bei den Grundschulen an durch Fehlinformationen und einer unverständlichen Resistenz gegenüber neuen Entwicklungen in der Schulpolitik des Landes.

Jetzt hat sie sich vorschnell entschieden, walzt ohne Rücksicht auf Verluste durch die Sekundarstufenlandschaft und propagiert die Einrichtung zweier Sekundarschulen, im Norden (Habinghorst) und Süden der Stadt. Ihre Gefolgsleute aus der ROT/GRÜNEN Koalition hat sie schnell von ihrer Vorstellung überzeugt, sicherlich eine leichte Übung, denn die Koalitionäre hatten wohl schon mit Ihrer Zustimmung zur Schließung von vier Grundschulen das selbständige Denken eingestellt. Selbst die Leitungen der Schillerschule und der beiden Realschulen, eigentlich ausgewiesene Schulexperten, folgten ihrem Vorschlag mit Hingabe und Begeisterung. Nur wissen die Experten, so wie die Politiker, Frau Glöß und die Eltern, nicht, was eine Sekundarschule ausmacht. Die Rahmenbedingungen scheinen noch fließend zu sein und inhaltliche Festlegungen sollen sich an den Richtlinien der Realschule und Gesamtschule orientieren. Von Hauptschule ist nicht mehr die Rede. Der Hinweis des eingeladenen Experten, eines leibhaftigen promovierten Wissenschaftlers, es gäbe keine "Abschulung" mehr, ist eine Nonsensaussage, denn es gibt unterhalb der Sekundarschule ja auch keine Schulform mehr. In die gleiche Kategorie fällt das gebetsmühlenartig wiederholte Argument, die Kinder würden länger gemeinsam lernen. Die Kinder werden weiter nach der 4. Klasse in die verschiedenen Schulformen verteilt, lernen in allen Schulformen gemeinsam in den Jahrgangsstufen 5/6 und steigen dann in der 7. in die Differenzierungs- und Neigungskurse ein. (Eine Ausnahme bildet das Gymnasium, da muss in der 6. Klasse die 2. Fremdsprache gewählt werden.)

Alles bisher Gesagte ist keine kategorische Ablehnung der Sekundarschule - sie kann in mancher ländlichen Region drängende Schulprobleme lösen - sondern ein Plädoyer für ein vernünftiges, alle notwendigen Aspekte einer Schule beachtendes Herangehen an die zukünftige Entwicklung der Sekundarschullandschaft in dieser Stadt. Es macht keinen Sinn, denselben Fehler wie bei der Grundschulentscheidung zu wiederholen, nur weil man sich aus unverständlichen Gründen unter Zeitdruck setzt und sich aus diesem Grund für eine Schulform entscheidet, die im Augenblick eher die Züge eines Phantoms zeigt und wenig mit einer realen Schule zu tun hat.

Schulische Experimente sollten wir nicht auf dem Rücken unserer Kinder austragen.

Hermann Bohle

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