[ FWI - Baum ]

Sie befinden sich hier:

[ Nix ]

> Startseite > Klartext > Schlammschlacht ...

Klartext 22.10.2012

Schlammschlacht ...

[ Schlammschlacht ] Wie zu erwarten und wie gewohnt, eröffnen die Strategen der SPD die Schlammschlacht kurz vor der Entscheidung über die Zukunft unserer Schulen. Da behauptet Herr Behrenspöhler, nur ein geringer Prozentsatz der Castroper Eltern sei an der Realschule interessiert und vergisst, seine Quelle anzugeben, verdrängt die Zahlen des eigenen Schober-Gutachtens und der Glöß-Habeck Prognosen und wirft auch keinen Blick in die amtliche Schulstatistik. Und gerade ein solcher Blick hätte den rot grünen Strategen die Augen öffnen können.

Die Mär der Klassenfrequenz von 25 wäre umgehend widerlegt worden, verschweigt man doch das Wort "mindestens" und blendet die Wirklichkeit aus. Die gerade gegründete, dreizügige neue Sekundarschule in Netphen hat eine Klassenfrequenz von über 30 Kindern. Der Durchschnittsfrequenzwert für Hauptschulen betrug im letzten Schuljahr 21,4 und für die Realschulen 27,4 Kinder.

Eine weitere Mär, die als Besonderheit der Sekundarschule herausgestellt wird, ist der Lehrerzuschlag von 20%. Diesen Zuschlag bekommt die Sekundarschule nicht, weil sie Sekundarschule ist, sondern weil sie zwingend im Ganztagsbetrieb geführt werden muss und deswegen eben diesen Ganztagszuschlag von 20% bekommt. Übrigens arbeitet die HS Schillerstraße, wegen des ausgeklügelten Förderkonzeptes, mit einem Zuschlag von 30%!

Ein weiterer Blick hätte auch deutlich gemacht, dass es unter den Listen der für die Schulen genehmigten Schulbücher keine Liste für die Sekundarschule gibt, das bedeutet im Klartext, es gibt keinen Maßstab für den Standard der einzelnen Sekundarschulen, aber sicherlich eine Flut von Papier, mit der die Kinder überschüttet werden.

Zu punkten versucht der SPD -Chef zurzeit mit Zahlen, die die Realschulen diskreditieren und ihre Förderkonzepte in Frage stellen sollen. Dabei bleibt es sein Geheimnis, warum er die Schulwechsler zur Gesamtschule zu den "Abschulern" zählt, ist doch nach Vorgabe der SPD -Ideologen die Gesamtschule die Beste aller Schulen (oder nur noch die Zweitbeste?) Nur muss man seine Zahlen, bevor man sie akzeptiert, relativieren an den Aussagen der amtlichen Statistik, die unter " 10.8. Schulformwechsler in der Sekundarstufe 1" vom Schuljahr 2000/01 bis 2011/12 die Schulformwechsler akribisch in Prozenten auflistet. Waren es noch 3,1 %, die im Schuljahr 2000/01 von der Realschule zur Hauptschule wechselten, so sank diese Quote zum Schuljahr2011/12 auf 1,76%. Im selben Zeitraum bewegte sich die Übergangsquote zur Gesamtschule zwischen 0,23 und 0,19%. Mit diesem Maßstab möge jeder selbst entscheiden, welche der behaupteten Zahlen eher der Wirklichkeit entsprechen. Gleichzeitig wird mit der fast Halbierung des Prozentsatzes deutlich, dass an den Realschulen in den letzten Jahren die Förderung stark in den Vordergrund gerückt ist. Und wenn Herr Kravanja die Genehmigung des Förderkonzeptes der Realschule in Frage stellt, sollte er sich auch Gedanken machen über die beiden Konzepte der von ROT/GRÜN gewollten Sekundarschulen, stellt doch der Regierungspräsident Düsseldorf im "Leitfaden Schulorganisation" zur neu gegründeten Sekundarschule fest: "Der Unterricht der Doppeljahrgangsstufe 5/6 orientiert sich an den Lehrplänen des Gymnasiums."

Hermann Bohle

[ Nix ]
[ FWI - Castrop Rauxel: Kommunalpolitik mit den Bürgern für die Bürger ]
Kontakt
 
Geschäftsstelle:
Freie Wähler Initiative
Ickerner Straße 10
44581 Castrop-Rauxel
 
Telefon/Fax:
02305 542569
 
E-Mail:
 
Geschäftszeiten:
Montags 18:00 bis 19:30 Uhr
und nach Vereinbarung
 
[ FWI - unabhängig, sachorientiert, unbequem ]

↑ Zum Seitenanfang ↑

 RSS 2.0

© FWI Castrop-Rauxel