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Klartext 09.04.2019

Mein Freund der Baum

die Älteren von uns werden sich bestimmt erinnern. Mit diesem Schlager war die Sängerin Alexandra (verst. 1969) Mitte der sechziger Jahre in allen Hitparaden vertreten. Damals hat sie mit ihrem Songtext den Nerv der Menschen getroffen.

Welchen moralischen Wert einzelne Bäume, Baumgruppen oder auch ganze Wälder heute für Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungen haben, mussten wir hier in Castrop-Rauxel in den letzten Wochen auf ganz besonders traurige und zugleich wütend machende Art und Weise erleben.

Da wird eine einzelne, 250 Jahre alte stattliche Eiche, gemeinsam mit 300 anderen Bäumen Investoreninteressen geopfert und die Mehrheit der Castroper Ratsmitglieder (SPD + CDU + FDP) stimmt mit großer Überzeugung, gestützt auf teilweise hanebüchenen Argumenten, den Verwaltungsvorlagen zu.

Da erklärt sich der Bürgermeister als Grundstücksinteressent aus persönlichen Gründen für befangen, anstatt als erster Mann der Verwaltung die Rettungsinitiative anzuführen. Damit hat er eindeutig eine Chance verpasst, ein klares Bekenntnis für den Slogan "Castrop-Rauxel Europastadt im Grünen" zu setzen.
Mittlerweile hat er sein Interesse an einem Grundstück und seine Befangenheit im Amt aufgegeben. Über die Gründe für diese Entscheidung kann nur spekuliert werden. Hat es tatsächlich an den ausdrücklich zu verurteilenden persönlichen Anfeindungen gegen ihn gelegen, oder ist sie vielleicht aus ganz anderen Gründen zustande gekommen?

Angeblich geht es den Machern aus der Verwaltung um die Glaubwürdigkeit gegenüber Investoren, besonders für zukünftige Projekte. Wie mögen die Verhandlungen mit dem Investor für das Bauprojekt "Wohnen an der Emscher" wohl gelaufen sein? Wie vehement haben sich die verantwortlichen Verwaltungsvertreter für den Erhalt der Eiche eingesetzt? Wurde über bauliche Alternativen wirklich ernsthaft nachgedacht und auch mit Rückgrat vertreten? Fragen über Fragen, die wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Bürger, die sich für den Erhalt der Eiche in den Fachausschüssen für Umwelt und Bauen persönlich mit Sachargumenten und Herzblut eingesetzt haben, wurden zwar für ihr bürgerliches Engagement gelobt, konnten sich aber letztendlich nicht gegen die gewählten Ratsvertreter durchsetzen.

Die Eiche ist mittlerweile ein Symbol für Bürgerinteressen im ungleichen "Kampf" gegen politische Dickköpfigkeit und wirtschaftliche Interessen der Verwaltung geworden.

Für die Zukunft liegt es ausschließlich an uns, den wahlberechtigten Bürgern von Castrop-Rauxel, bei den nächsten Kommunalwahlen im Herbst 2020 zu zeigen, dass wir nicht mehr bereit sind unseren Vertretern im Rat alles zu verzeihen!

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